Parkfehler
Andrea
Andrea
| 20-01-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Parkfehler
Das Einparken sollte eigentlich einfach sein, aber für Fahranfänger fühlt es sich oft an wie die Navigation durch ein Labyrinth.
Autos zu beiden Seiten, enge Parklücken und eingeschränkte Sicht können selbst einen leeren Parkplatz einschüchternd wirken lassen. Viele Anfänger sind frustriert, brauchen mehrere Versuche oder parken ihre Fahrzeuge falsch.
Der Schlüssel zum reibungslosen Einparken liegt darin, häufige Fehler zu verstehen und korrigierende Gewohnheiten einzuüben.

Richtigen Abstand ignorieren

Fahranfänger schätzen den Abstand zwischen Autos oft falsch ein und parken entweder zu nah oder lassen zu viel Platz. Zu nah, und Sie riskieren Dellen; zu weit, und Sie beanspruchen unnötig Platz.
Praktischer Tipp:
Richten Sie Ihr Auto vor dem Parken mittig innerhalb der Linien aus. Nutzen Sie Orientierungspunkte wie die Außenspiegel, um auf beiden Seiten gleichmäßigen Abstand zu gewährleisten. Halten Sie beispielsweise auf einem normalen Parkplatz an, wenn Ihre Spiegel etwa eine Fahrzeugbreite von den Nachbarfahrzeugen entfernt sind. Üben Sie dies ein paar Mal auf einem leeren Parkplatz, um ein Gefühl für den richtigen Abstand zu entwickeln.

Übereiltes Einparken

Zu schnelles Einparken kann zu plötzlichem Bremsen, ungleichmäßigen Winkeln oder Fehlausrichtung führen. Stress oder Ungeduld verleiten Fahranfänger oft zu Überkorrekturen, was zu einer ungeschickten Positionierung führt.
Praktischer Tipp:
Verlangsamen Sie Ihre Geschwindigkeit, bevor Sie in eine Parklücke einbiegen. Halten Sie kurz an, überprüfen Sie die Spiegel und korrigieren Sie die Lenkung sanft. Beim Einparken in Längsparklücken sollten Sie sich beispielsweise Zeit nehmen, die hintere Stoßstange mit dem dahinter stehenden Fahrzeug auszurichten. Verwenden Sie dazu kleine, schrittweise Drehungen anstatt einer großen.

Mangelnde Spiegel- und Schulterblicke

Viele Fahranfänger konzentrieren sich auf die Fahrzeugfront und vergessen, den toten Winkel oder die Spiegel gründlich zu überprüfen. Dies kann zu Bordsteinkanten oder Kollisionen mit Nachbarfahrzeugen führen.
Praktischer Tipp:
Führen Sie vor jedem Manöver einen Spiegel-Schulterblick durch. Schauen Sie in Ihre Seitenspiegel und werfen Sie dann einen Blick über die Schulter, um den toten Winkel abzudecken. Beim Rückwärtseinparken sollten Sie beide Spiegel überprüfen und sich aktiv umdrehen, um Hindernisse zu erkennen. Üben Sie dies in verkehrsarmen Bereichen, um die Gewohnheit zu festigen.

Falsche Lenkung

Fahranfänger neigen beim Einparken oft zu Über- oder Untersteuern. Übersteuern kann dazu führen, dass das Fahrzeug zu weit ausbricht, während Untersteuern eine Fehlausrichtung zur Folge haben und mehrere Korrekturen erforderlich machen kann.
Praktischer Tipp:
Üben Sie sanfte, minimale Lenkbewegungen. Beim Schrägparken lenken Sie erst ein, wenn Ihre vordere Stoßstange mit der ersten Linie der Parklücke abschließt, und richten Sie das Fahrzeug dann allmählich wieder auf, während es einfährt. Wiederholtes Üben hilft, ein Muskelgedächtnis zu entwickeln und unnötige Korrekturen zu vermeiden.

Fahrzeuggröße nicht berücksichtigen

Anfänger parken oft so, als hätten alle Autos die gleichen Abmessungen. Kompaktwagen passen genau, wo SUVs mehr Platz benötigen. Die Größe nicht zu berücksichtigen, kann zu Schwierigkeiten beim Ausparken oder zu engem Einparken führen.
Praktischer Tipp:
Schätzen Sie den Platz immer im Verhältnis zur Länge und Breite Ihres Fahrzeugs ein. Wenn Sie beispielsweise ein größeres Fahrzeug fahren, sollten Sie etwas früher einparken als mit einem kleineren, um Kurven nicht zu schneiden oder Hindernisse zu berühren. Üben Sie mit den Abmessungen Ihres eigenen Fahrzeugs, um ein räumliches Vorstellungsvermögen zu entwickeln.

Feststellbremse nicht benutzen

Sich nur auf die Gangposition oder die Steigung zu verlassen, kann riskant sein. Fahranfänger vergessen oft, die Handbremse anzuziehen, was an Hängen zum Wegrollen des Fahrzeugs führen kann.
Praktischer Tipp:
Gewöhnen Sie sich an, immer die Handbremse anzuziehen, insbesondere an Steigungen. Wenn Sie beispielsweise rückwärts in eine Parklücke am Hang einparken, ziehen Sie zuerst die Handbremse an und schalten Sie dann in Parkposition. Dies sorgt für Stabilität und zusätzliche Sicherheit.

Umfeld nicht im Blick behalten

Viele Fahranfänger konzentrieren sich so sehr auf den Parkplatz selbst, dass sie Gefahren wie Fußgänger, Radfahrer oder andere Fahrzeuge übersehen.
Praktischer Tipp:
Beobachten Sie die Umgebung vor und während des Parkens. Achten Sie auf Fußgänger, spielende Kinder oder Einkaufswagen auf Parkplätzen. Selbst wenn ein Parkplatz leer erscheint, kann ein Einkaufswagen, der aus einem nahegelegenen Gang rollt, mit Ihrem Auto kollidieren, wenn Sie nicht aufmerksam sind.

Mangelndes Üben

Parkfähigkeiten verbessern sich nicht über Nacht. Unregelmäßiges Üben führt zu Unsicherheit und wiederholten Fehlern.
Praktischer Tipp:
Planen Sie kurze Übungseinheiten auf leeren Parkplätzen oder in verkehrsarmen Straßen ein. Konzentrieren Sie sich auf Längsparken, Schrägparken und Rückwärtseinparken. Wiederholung stärkt das Selbstvertrauen und fördert die intuitive Positionierung, wodurch das Parken im Alltag weniger stressig wird.
Parkfehler
Parken mag anfangs schwierig erscheinen, doch wer häufige Fehler kennt und achtsame Gewohnheiten entwickelt, kann es schnell beherrschen. Langsame, bewusste Bewegungen, ausreichend Abstand und ständige Aufmerksamkeit stärken das Selbstvertrauen. Mit regelmäßiger Übung wird das, was einst eine knifflige Angelegenheit war, zu einem reibungslosen, fast automatischen Bestandteil des Autofahrens. So können sich Fahranfänger ganz auf die Fahrt konzentrieren, anstatt sich Gedanken um den Parkplatz zu machen.