Roboter braucht Strom
Niko
Niko
| 02-02-2026
Astronomieteam · Astronomieteam
Roboter braucht Strom
Roboter begegnen uns heutzutage überall, von Fabrikhallen bis hin zu unseren Wohnungen, und manchmal fragen wir uns: Müssen sie sich wie unsere Handys oder Laptops aufladen? Roboter benötigen Energie, um zu funktionieren, aber die Art und Weise, wie sie diese Energie gewinnen, kann je nach Bauart und Einsatzzweck variieren.
Wenn wir verstehen, wie Roboter mit Energie versorgt werden, können wir die ausgeklügelte Technik dahinter besser wertschätzen und nachvollziehen, wie sie es schaffen, auch ohne menschliches Eingreifen effizient zu arbeiten.

Batterien: Die gängigste Energiequelle

Die meisten Roboter werden mit Batterien betrieben. Batterien ermöglichen es Robotern, sich zu bewegen, ihre Umgebung wahrzunehmen und Aufgaben auszuführen, ohne ständig an eine Steckdose angeschlossen sein zu müssen. Ein Haushaltsroboter beispielsweise kann zwei bis drei Stunden laufen, bevor er zum Aufladen zu seiner Ladestation zurückkehrt. Industrieroboter in Fertigungslinien verwenden mitunter größere Akkus, die einen Betrieb von mehreren Stunden ermöglichen, aber auch sie benötigen regelmäßige Ladezyklen.
Batterien haben jedoch ihre Grenzen. Ihre Leistung nimmt mit der Zeit ab, und ihre Kapazität bestimmt, wie lange ein Roboter arbeiten kann, bevor er ausfällt. Auch die Ladegeschwindigkeit spielt eine Rolle: Manche Roboter benötigen mehrere Stunden, um vollständig aufgeladen zu werden, während moderne Batteriesysteme ein schnelleres Laden in weniger als einer Stunde ermöglichen. Ingenieure arbeiten ständig an der Verbesserung von Batterien, um Roboter autonomer zu machen und Ausfallzeiten zu reduzieren. Daher ist zu erwarten, dass zukünftige Roboter seltener aufgeladen werden müssen.

Solarenergie: Laden mit Sonnenlicht

Einige Roboter nutzen Sonnenlicht als primäre Energiequelle. Solarbetriebene Roboter verfügen über Paneele, die Sonnenlicht einfangen und in Strom umwandeln. Dies ist besonders bei Außenrobotern üblich, wie z. B. Gartenrobotern, Umweltüberwachungsrobotern oder autonomen Booten. Solarenergie ist erneuerbar, sauber und ermöglicht es Robotern, über längere Zeiträume ohne Netzanschluss zu arbeiten. Allerdings ist Solarenergie stark von den Wetterbedingungen und der Lichtverfügbarkeit abhängig. An bewölkten Tagen oder in Innenräumen kann es für Solarroboter schwierig sein, ihre volle Energie aufrechtzuerhalten. Viele Solarroboter sind daher mit Backup-Batterien ausgestattet, um sicherzustellen, dass sie auch bei unzureichendem Sonnenlicht weiterarbeiten können. Diese Kombination aus Solarzellen und Batterien maximiert Betriebszeit und Zuverlässigkeit.

Superkondensatoren: Schnell und langlebig

Superkondensatoren sind eine weitere Energielösung für Roboter. Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien laden sie extrem schnell und überstehen Millionen von Ladezyklen ohne nennenswerten Verschleiß. Roboter mit Superkondensatoren können kurze, intensive Energiespitzen abfeuern, ohne lange Ladezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Dadurch eignen sie sich ideal für Aufgaben, die plötzliche, kraftvolle Bewegungen erfordern.
Obwohl Superkondensatoren im Allgemeinen weniger Energie speichern als Batterien, eignen sie sich aufgrund ihrer langen Lebensdauer und schnellen Ladezeit ideal für Industrieroboter, Lieferroboter und sogar einige persönliche Assistenten. Ein Lagerroboter, der Superkondensatoren nutzt, kann beispielsweise den ganzen Tag über mehrere Aufgaben ohne lange Unterbrechungen erledigen und so für reibungslose und effiziente Arbeitsabläufe sorgen.

Alternative Energieoptionen

Neben Batterien, Solarmodulen und Superkondensatoren verwenden einige Roboter alternative Energiequellen wie Wasserstoff-Brennstoffzellen oder thermische Energie. Wasserstoff-Brennstoffzellen erzeugen Strom über längere Zeiträume und sind besonders für größere Roboter oder Fahrzeuge geeignet, benötigen jedoch eine spezielle Brennstoffquelle und ein Speichersystem. Thermische Energie, die Wärme in Strom umwandelt, kann in Industrierobotern oder Umgebungen mit reichlich Wärmequellen eingesetzt werden.
Jede Energieoption hat ihre Vor- und Nachteile. Ingenieure wählen die Energiequellen basierend auf der Funktion des Roboters, seiner Einsatzumgebung und dem gewünschten Autonomiegrad. Ein Roboter, der im Freien unterwegs ist, profitiert möglicherweise von Solarenergie, während ein Lagerroboter auf Superkondensatoren oder ein Hybridsystem mit verschiedenen Energiearten zurückgreifen kann.

Müssen Roboter immer aufgeladen werden?

Ob ein Roboter regelmäßig aufgeladen werden muss, hängt ganz von seinem Energiesystem ab. Akkubetriebene Roboter benötigen häufige Ladezyklen, solarbetriebene Roboter sind auf Sonnenlicht angewiesen, und Roboter mit Superkondensatoren können längere Laufzeiten erreichen. In manchen Fällen kombinieren Roboter sogar mehrere Energiesysteme, um die Betriebszeit zu maximieren. Dank des rasanten technologischen Fortschritts werden Roboter immer intelligenter im Umgang mit ihrer Energie. Sie können ihren Akkustand überwachen, Ladepausen planen und sogar Ladestationen automatisch finden. Einige Roboter können je nach Verfügbarkeit zwischen verschiedenen Energiequellen wechseln und so sicherstellen, dass sie auch ohne menschliches Eingreifen effizient weiterarbeiten.
Roboter braucht Strom

Warum Roboter immer weiterlaufen

Wenn wir das nächste Mal einen Roboter beobachten, der sich nahtlos in einer Fabrik, einem Haus oder im Freien bewegt, können wir die ausgeklügelten Energiesysteme dahinter erkennen. Batterien, Solarzellen, Superkondensatoren und sogar Wasserstoff-Brennstoffzellen arbeiten zusammen, um die Zuverlässigkeit und Effizienz der Roboter zu gewährleisten. Zu verstehen, wie Roboter ihre Energie gewinnen, hilft uns, die erstaunliche Technologie zu erkennen, die es ihnen ermöglicht, fast wie Lebewesen zu funktionieren. Wir bewegen uns auf eine Zukunft zu, in der Roboter uns Tag und Nacht unterstützen, ständig lernen und arbeiten – angetrieben von fortschrittlichen Energiesystemen, die ihnen längere Laufzeiten als je zuvor ermöglichen.