Leverkusen: Jenseits
Lea
Lea
| 17-02-2026
Reiseteam · Reiseteam
Leverkusen: Jenseits
Freunde, sucht ihr eine entspannte Stadt zwischen Köln und Düsseldorf, die mehr zu bieten hat, als man ihr zutraut? Leverkusen vereint Ingenieursgeschichte mit idyllischen Gärten, zeitgenössischer Kunst und einem erstklassigen Stadion, das man besichtigen kann.
Es ist kompakt, umweltfreundlich und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – ideal für einen Tagesausflug oder ein entspanntes Wochenende. Im Folgenden finden Sie die besten Haltestellen, Informationen zur Fortbewegung und realistische Kosten.

Anreise

Vom Kölner Hauptbahnhof erreichen Sie Leverkusen Mitte mit der S-Bahn in 15 Minuten (4–7 €). Von Düsseldorf aus sollten Sie 25 Minuten einplanen (6–9 €). Eine 24-Stunden-Karte für den Nahverkehr kostet in der Regel 9–14 €. Taxis im Stadtzentrum kosten 8–15 €. Komfortable Mittelklassehotels kosten etwa 90–140 € pro Nacht; Business-Hotels in der Nähe des Stadions und des Zentrums sind ab ca. 80 € erhältlich.

BayArena-Tour

Die BayArena, Heimat der „Werkself“, bietet wochentags geführte Touren an, sofern der Spielplan dies zulässt. In etwa 75 Minuten erhalten Sie Einblicke in die Umkleidekabinen, die Sicht vom Spielfeldrand und die Medienzone. Die Preise liegen üblicherweise zwischen 9 und 12 US-Dollar; eine Online-Buchung ist empfehlenswert. Wenn Sie an einem Spieltag in der Stadt sind, bieten die Familienbereiche eine lebhafte Atmosphäre und sind günstiger; rechnen Sie mit 20 bis 45 US-Dollar pro Sitzplatz, abhängig vom Gegner.

Morsbroich Art

Das Museum Morsbroich befindet sich in einem Rokokopalast aus dem 18. Jahrhundert und präsentiert wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst von Künstlern wie Richter oder Beuys. Im angrenzenden Park sind Skulpturen im Außenbereich zu sehen. Planen Sie 60–90 Minuten für Ihren Besuch ein. Der Eintritt kostet in der Regel zwischen 8 und 12 US-Dollar; Kinder haben oft freien oder ermäßigten Eintritt. Anschließend können Sie durch den Garten im englischen Stil schlendern und die Palastfassade fotografieren.

Japanischer Garten

Nur wenige Schritte vom Bayer-Campus entfernt, bietet der 1912 erbaute Japanische Garten auf 15.000 m² eine Oase der Ruhe mit Ahornbäumen, Steinlaternen, der Silhouette eines Teehauses und geschwungenen Brücken über Teiche mit Kois. Der Eintritt ist in der Regel frei; planen Sie 30–45 Minuten der Stille ein. Am frühen Morgen spiegeln sich die Blätter im Nebel, am späten Nachmittag taucht warmes Licht die roten Herbstblätter in ein warmes Licht.

Sensenhammer Werke

In der Freudenthaler Sensenhammer-Manufaktur an der Dhünn erwarten Sie wasserbetriebene Turbinen, riesige Schmiedehämmer und Werkstätten aus dem 19. Jahrhundert. An Vorführungstagen erleben Sie die Maschinen hautnah (bitte beachten Sie die Termine). Der Eintritt kostet 7–11 €, Führungen zusätzlich 3–5 €. Bitte tragen Sie festes Schuhwerk – die Böden in den historischen Hallen sind uneben.

Neuland Park

Der für eine staatliche Gartenschau angelegte Neuland-Park ist eine 25 Hektar große grüne Oase, die von Fußgängerbrücken über den Fluss Dhünn geführt wird. Kinderspielplätze, Themenbereiche (bienenfreundliche Beete, Kräuterecken), eine Minigolfanlage (5–7 $) und weitläufige Rasenflächen machen ihn zum Paradies für Picknicks. Der Eintritt ist frei; planen Sie 60–120 Minuten ein und bringen Sie eine Decke mit.

Reuschenberg Park

Der Wildpark Reuschenberg beherbergt europäische Tierarten in großzügigen Gehegen und bietet einen weitläufigen Spielplatz sowie schattige Rundwege. Der Eintritt kostet 5–8 €, für Kinder weniger; planen Sie 60–90 Minuten ein. Von Mitte aus ist der Park bequem mit dem Taxi zu erreichen (8–12 €). Für einen kleinen Imbiss gibt es Kioske (5–9 €).

Stadtgeschichte

In der Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte – zeichnen sechs kompakte Räume das lokale Leben von den frühen Siedlungen bis zur industriellen Expansion nach. Die Villa im Stil der Neorenaissance ist allein schon einen Besuch wert. Geöffnet ist sie üblicherweise am Wochenende; planen Sie 45–60 Minuten ein. Tickets kosten in der Regel zwischen 4 und 6 Euro; mehrsprachige Broschüren helfen Ihnen, der Zeitleiste zu folgen.

Arbeiterkolonie

Werfen Sie einen Blick in ein Doppelhaus aus den 1920er-Jahren im Kolonie-Museum Leverkusen, das so eingerichtet ist, dass es den Alltag in einer Firmenkolonie veranschaulicht. Es ist klein, aber wunderbar stimmungsvoll – Linoleumböden, Radios aus der damaligen Zeit, Emaille-Kochgeschirr. Geöffnet an ausgewählten Wochenenden; Spenden oder 4 Euro werden erbeten. Verbinden Sie Ihren Besuch mit einem Spaziergang durch die umliegenden historischen Straßen.

Natur Ophoven

Das NaturGut Ophoven macht Nachhaltigkeit zum Erlebnis: Eine „Energiestadt“-Ausstellung mit interaktiven Stationen, einem Insektenhotel, Duftpfaden und Teichen auf einem grünen Gelände. Familientickets kosten in der Regel 10–18 $, Einzeltickets 6–9 $. Planen Sie 90 Minuten ein und bringen Sie bequeme Schuhe mit – Kinder werden die Außenbereiche nicht verlassen wollen.

Wasserturm

Fahren Sie mit dem Aufzug auf den 72 Meter hohen Wasserturm von Leverkusen-Bürrig und genießen Sie das wetterunabhängige Panorama. An klaren Tagen sehen Sie die Kölner Skyline und weiter südlich den Sieben-Berge-Kamm. Der Eintritt kostet üblicherweise 4–6 $; die Öffnungszeiten richten sich nach der jeweiligen Saison. Ausstellungen im Obergeschoss erklären das Wassernetz der Stadt und die Konstruktion des Turms aus den 1970er-Jahren.

Bayerkreuz

Halten Sie nachts Ausschau nach dem beleuchteten Bayerkreuz – einem riesigen, ringförmigen Logo, das hoch über dem Werk hängt. Es bietet sich für einen kurzen Fotostopp von den Uferwegen aus an; die beste Aussicht hat man nach Sonnenuntergang von der Rheinpromenade. Tipp: Bringen Sie ein Mini-Stativ mit oder befestigen Sie Ihr Smartphone an einem Geländer, um scharfe Langzeitbelichtungen zu erzielen.

Wupper Pontoon

Wo die Wupper in den Rhein mündet, befindet sich die Schiffbrücke Wuppermündung – eine einzigartige, von historischen Schiffen getragene Fußgängerbrücke. Ein reizvoller Abstecher bei einem Spaziergang am Flussufer; für die Überquerung sollten Sie etwa 15 Minuten einplanen und die Gelegenheit nutzen, das Treiben auf dem Wasser zu beobachten. Am frühen Abend taucht das sanfte Licht das Wasser in ein glitzerndes Licht und bietet perfekte Fotomotive.

Stammheim Park

Etwas flussaufwärts liegt der Schlosspark Stammheim, der prächtige Baumalleen und wechselnde Kunstwerke im Freien in einem ruhigen, englischen Garten am Rhein vereint. Der Eintritt ist frei; planen Sie 45–60 Minuten ein, besonders zur Zeit der Frühlingsblüte oder der Herbstfärbung. Entlang der Wege laden Bänke zum Skizzieren oder Lesen am Rheinufer ein.

Rathaus-Galerie

Lust auf einen Snack, einen kurzen Einkaufsbummel oder eine Auszeit vom Wetter? Der gläserne Komplex der Rathaus-Galerie vereint Rathaus, Bibliothek und eine Reihe bekannter Geschäfte unter einer lichtdurchfluteten Rotunde. Freuen Sie sich auf leckere Gerichte für 7–12 €, Kaffee und Gebäck für 4–7 €. Die Galerie ist nur wenige Schritte vom Bahnhof Leverkusen Mitte entfernt.

Essenstipps

Leverkusens Zentrum ist international geprägt: Nudelbars, mediterrane Grills, vegetarische Cafés und Bäckereien mit leckeren Brezeln und Kuchen. Mittagsgerichte kosten in der Regel 10–15 €, Hauptgerichte am Abend 14–22 €. Für einen günstigen Snack empfiehlt sich ein belegtes Brötchen (4–7 €) für ein Picknick im Neulandpark. Die meisten Lokale akzeptieren Kartenzahlung; für Kioske sollte man etwas Bargeld dabei haben.
Leverkusen: Jenseits

Fazit

Leverkusen besticht durch die Kombination von Gegensätzen: Industriegeschichte, die noch immer lebendig ist, Kunst im Rokoko-Stil und ein beschaulicher japanischer Garten neben einem großen Campus. Stellen Sie sich eine kleine Herausforderung für Ihren Besuch vor: ein Museum, ein Park, ein Panoramablick. Welches Trio würden Sie kombinieren – und in welcher Reihenfolge –, um Ihren perfekten halben Tag zu gestalten?